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Spitzen-Gewerkschafter Hubertus Schmoldt beim Liberalen Netzwerk Lippe

Lemgo, Ostwestfalen-Lippe, 11.09.2006 - Das Liberale Netzwerk Lippe lud zum Vortrag und zur Diskussion mit Hubertus Schmoldt (58), dem Vorsitzenden der 3/4 Millionen Mitglieder zählenden Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) in das Lichtforum der Zumtobel AG nach Lemgo. Der Gewerkschaftsvorsitzende zeigte den über 125 Gästen seinen Anteil auf an der Gesamtverantwortung für die soziale und wirtschaftliche Balance in unserer Gesellschaft und den Standort Deutschland als Industrienation.

Foto: Ein Gewerkschafter im Liberalen Netzwerk, Hubertus Schmodt umrahmt von Stephan Prinz zur Lippe (links) und Thomas Trappmann. Quelle: Engelhardt, LLZ

 

 

Beim Vortrag und der sich anschließenden Diskussion und dem Beisammensein nach der Veranstaltung machte Hubertus Schmoldt deutlich, dass zumindest er als Vorsitzender der Gewerkschaft BCE erkannt habe, dass ein Modernisierungsprozess der gewerkschaftlichen Interessenvertretung dringend erforderlich sei, ohne dabei die Arbeitnehmerinteressen zurück zu stellen, müsse der Reformprozess vorwärts gebracht werden. "Wir scheuen uns nicht, gesamtgesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen", so Schmoldt.

Der Spitzen-Gewerkschafter Hubertus Schmoldt ist in diversen Ausschüssen und Gremien auf Bundes- und Regierungsebene mitwirkend und auch im europäischen Kontext der präsidiale Gewerkschaftsvertreter seines Industriezweiges. Nahezu alle Themen der Politik sprach der Vortragende Hubertus von Schmoldt hochqualifiziert an, deutsche Wettbewerbsfähigkeit in Europa und der Welt, Energieversorgung, Gesundheitsreform, Bildung, das Arbeits-, Tarif- und Unternehmensrecht, die Steuerlast und die Finanznot. Einige Lösungsmodelle und Visionen konnte Schmoldt erläutern und mit den Veranstaltungsgästen eine rege Diskussion darüber führen.

Aus der NRW-Region Ostwestfalen-Lippe (OWL) und darüber hinaus waren interessierte Bürger, Großunternehmer, Mittelständler, Handwerker, eine Bundestagsabgeordnete, politische Mandatsträger auf Kommunalebene sowie die Regierungspräsidentin des Regierungsbezirkes Detmold im Publikum, die die Veranstaltungsdiskussion und das anschließende Miteinander nutzten, um ihre Fragen und Positionen mit Hubertus Schmoldt im konstruktiven Dialog auszutauschen.

Pressestimmen:

Radio Lippe (Online-Version) vom 12.9.2006

Schmoldt beim Liberalen Netzwerk

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie sprach am
Abend beim liberalen Netzwerk in Lemgo. Hubertus Schmoldt ist Chef einer
modernen Gewerkschaft, wie er sagt.
Wer Ideologien und abgegriffene Forderungen erwartet, wurde vom
Gewerkschaftsboss überrascht. Dem 58jährigen Gewerkschafter ging es in
seinem Vortrag unter anderem um eine neue Arbeitsnehmervertretung.
Teilweise kann er Firmen verstehen, die Arbeitsplätze ins Ausland
verlagern. Veränderungen sind das Gebot der Stunde, so Schmoldt. Ohne
Verlagerungen sei eine Zukunftsorientierung mitunter nicht machbar.
Allerdings dürften bestimmten Gruppen nicht mehr abverlangt werden als
anderen.

Lippische Landes-Zeitung (Online-Version) vom 13.9.2006

Der Schmoldt unter den Gewerkschaftern
Mann der konzilianten Töne spricht vor Liberalem Netzwerk

Lemgo (te). Von Schwarz und Weiß hält Hubertus Schmoldt nicht so viel.
Lieber sind ihm konziliante Grautöne. Gräben mag er auch nicht
aufwerfen, man könnte drin liegen bleiben. Und deshalb setzt sich der
Chef der 750 000 Mitglieder zählenden Gewerkschaft Bergbau, Chemie,
Energie (IG BCE) landauf, landab dafür ein, dass die Gewerkschaften am
für Schmoldt dringend notwendigen Reformprozess teilnehmen.

Eine Botschaft, die das lippische Liberale Netzwerk am Montagabend im
Lemgoer Lichtforum der Zumtobel AG gern hörte. Hubertus Schmoldt und die
IG BCE spielen eine Sonderrolle im Schauspiel der
Wirtschafts-Interessenvertreter. Die Schmoldt-Gewerkschaft bekenne sich
nicht nur zur eigenen Lobby, sondern zur Gesamtverantwortung für die
Gesellschaft, bemerkt Stephan Prinz zur Lippe in seiner Einführung. Das
zeuge von der ständigen Überprüfung eigener Positionen.

Ihm gehe es darum, im Reformprozess gestaltend mitzuwirken und so dafür
zu sorgen, dass die Lasten einigermaßen sozial gerecht verteilt werden,
nimmt Schmoldt den Faden auf. "Ungeschoren wird da niemand bleiben."
Wenn Gewerkschaften daran mitwirken wollten, müssten sie sich verändern
und gemeinsam mit anderen nach Wegen suchen.

Das erwartet er aber auch von den Arbeitgebervertretern. "Auch die
Unternehmen stehen in der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung. Es
gibt aber Beispiele, die diese Verantwortung vermissen lassen",
kritisiert er jüngste Äußerungen von Arbeitgebervertretern.

Atomkraft und Gesundheitsreform

Hubertus Schmoldt, gelernter Maschinenschlosser, nach dem Studium seit
1969 hauptamtlicher Gewerkschafter und seit 1997 Vorsitzender der damals
aus Einzelorganisationen neu entstandenen IG Bergbau, Chemie, Energie,
ist kein üblicher Gewerkschaftsboss: Er hält nichts von einer
Ausbildungsplatzabgabe, er war für Schröders Reformagenda, er
unterstützt die Große Koalition, er hat sogar Verständnis, wenn Firmen -
wie Zumtobel - Verlagerungen ins Ausland planen, wenn sie dadurch
zukunftsfähiger werden. Auch die pharmazeutische Industrie - deren
Beschäftigten die IG BCE vertritt - müsse einen Beitrag zur
Gesundheitsreform leisten, verlangt er im Licht der Lemgoer
Scheinwerfer, die Beitragserhöhung sei aber grundverkehrt.

Bei allem bleibt Schmoldt natürlich ein Vertreter von Interessen, die in
den Bereichen Energie, Chemie, Pharmazie, Bergbau immer eng mit
politischen Entscheidungen verknüpft sind. So stellt er sich in Lemgo
gegen einen Ausstieg aus der Atomenergie und bezieht einen Posten für
die Kohle.

Den Menschen müsse die Notwendigkeit der Veränderungsprozesse erklärt
werden, dann seien sie auch bereit, daran mitzuwirken, ist das Credo des
in Posen geborenen Gewerkschafters. Ein Mittel, ihnen das schmackhaft zu
machen, sei die Beteiligung am Unternehmenserfolg. "Wir hoffen, dass
dieses Thema eine Chance bekommt", sagt Schmoldt und fordert dafür
gesetzliche Rahmenbedingungen ein. Da befindet er sich in guter
Gesellschaft, stellte doch unlängst Bundespräsident Horst Köhler diese
Forderung auf, und der sei ja ein "überzeugter Marktwirtschafter".
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Weitere Bilder der Veranstaltung des Liberalen Netzwerkes Lippe:

Hubertus Schmoldt
beim Beantworten der Publikums-Fragen
und als Moderator
Stephan Prinz zur Lippe








das "Liberale Netzwerk Ostwestfalen-Lippe" im Gespräch:
Prinz zur Lippe
(Knotenpunkt Detmold)
und
Alexandra Oetker
(Knotenpunkt Bielefeld)





Blick ins Publikum












das Publikum war gut unterhalten

 

 







interessierte Zuhörerinnen: v.l.n.r.
Frau von Schubert,
Marianne Thomann-Stahl (Regierungspräsidentin OWL),
Gudrun Kopp
(Mitglied des Bundestages aus OWL),
Alexandra Oetker (Stiftungsratsmitglied Liberales Netzwerk)









ein Präsentkorb mit regionalen, kulinarischen Spezialitäten als Dank für den Vortragenden


Das Liberale Netzwerk dankt den freundlichen Sponsoren für materielle, finanzielle und organisatorische Unterstützung:
Zumtobel Staff GmbH & Co. KG ( http://www.zumtobel.de/de/de/default.htm)
Detmolder Pilsener Brauerei, Detmold
Volksbank Detmold eG, OWL

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