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Joachim Gauck, Kurator der Stiftung Liberales Netzwerk, ist Bundespräsidentschafts-Kandidat

Nominiert von SPD und Bündnis 90/Die Grünen ist Joachim Gauck Kandidat zur Wahl des Bundespräsidenten und Wettbewerber von Ministerpräsident Christian Wulff (CDU).
Seit dem Jahr 2003 ist Joachim Gauck Kuratoriumsmitglied der Stiftung Liberales Netzwerk.
Am 30. Juni 2010 wird in Berlin die Bundesversammlung entscheiden, wer Amtsnachfolger von Horst Köhler und künftiger Bundespräsident sein wird. Das Liberale Netzwerk wünscht seinem Kurator und dem respektablen Kandidaten für das höchste Amt im Staate, Joachim Gauck, Fortune und Erfolg bei der Wahl!

Lebenslauf
Dr. h.c. mult. Joachim Gauck

Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik a. D.

Joachim Gauck wurde 1940 in Rostock als Sohn eines Kapitäns geboren. Nach dem Abitur studierte er Theologie. Ab 1965 bis 1990 ist er im Dienst der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs, die längste Zeit als Pastor in Rostock, wo er im Nebenamt u.a. auch Stadtjugendpastor und später Leiter der Kirchentagsarbeit seiner Landeskirche war.

Früh wurde er durch seine offenen und kritischen Worte bekannt. 1989 gehörte Joachim Gauck zu den Mitbegründern des Neuen Forum, dessen Sprecher er in seiner Heimatstadt wurde. Im Herbst 1989 war er Mitinitiator des kirchlichen und öffentlichen Widerstandes gegen die SED-Diktatur. Er leitete wöchentliche Abendgottesdienste, aus denen sich machtvolle Protestdemonstrationen entwickelten, die auch in Rostock das DDR-Regime beendeten.

Im März 1990 zog er als Abgeordneter der Bürgerbewegungen, die sich im Bündnis 90 zusammengeschlossen hatten, in die zum ersten Mal frei gewählte Volkskammer ein und wurde zum Vorsitzenden des Parlamentarischen Sonderausschusses zur Kontrolle der Auflösung des MfS (Ministerium für Staatssicherheit) gewählt.

Nach Wahl durch die Volkskammer wurde Joachim Gauck zum 3. Oktober 1990 vom Bundespräsidenten und Bundeskanzler zum Sonderbeauftragten der Bundesregierung für die personenbezogenen Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes berufen; nach Verabschiedung des Stasi-Unterlagen-Gesetzes des Deutschen Bundestages Ende 1991 war er Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik mit Dienstsitz in Berlin. Am 21. September 1995, vom Deutschen Bundestag mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt, wurde er zum 3. Oktober 1995 für eine zweite Amtsperiode berufen, die am 2. Oktober 2000 endete. Eine weitere Amtszeit war nach dem Gesetz nicht möglich.

Im Jahr 2001 moderierte er 14-tägig in der ARD die WDR-Sendung “Joachim Gauck”.

Von 2001 bis 2004 war Joachim Gauck deutsches Mitglied des Verwaltungsrates der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Wien (Ehrenamt).
Seit November 2003 ist er als Nachfolger von Dr. Hans-Jochen Vogel und Dr. h. c. Hans Koschnick, Bundesvorsitzender der Vereinigung Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.

Ehrungen :
Theodor-Heuss-Medaille (1991), Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (1995), Hermann-Ehlers-Preis (1996), Hannah-Arendt-Preis, Bremen (1997), Ehrendoktor der Universität Rostock (1999), Imre-Nagy-Gedenkplakette, Budapest (1999), Dolf-Sternberger Preis für Öffentliche Rede (1999), Cicero Rednerpreis(2000), Wartburgpreis (2000), Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern (2000), Ehrendoktor der Universität Jena (2001), Erich Kästner-Preis, Dresden (2001), Goldenes Lot (der deutschen Vermessungsingenieure) (2002), Wittenberg Award, Washington D.C. (2002), Courage-Preis, Osnabrück/Bad Iburg (2003), Heinz Herbert Karry-Preis, Frankfurt/Main (2005), Ehrendoktor der Universität Augsburg (2005), Thomas-Dehler-Preis, München (2008), Glas der Vernunft, Kassel (2009).

letzte Veröffentlichung:
Joachim Gauck: Winter im Sommer- Frühling im Herbst, Siedler-Verlag 2009.

(Bildquelle Lebenslauf: Gegen Vergessen - Für Demokratie.de)

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