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Ex-FDP-Chef Wolfgang Gerhardt für Politikwechsel seiner Partei

Der ehemalige FDP-Bundesvorsitzende, Wolfgang Gerhardt, sieht nach der Wahlschlappe in Nordrhein-Westfalen und den heftigen parteiinternen Debatten den Zeitpunkt für einen Kurswechsel gekommen. "Wir müssen unsere Strategie - also wie wir etwas erreichen und wann - flexibler ausrichten", sagte der Vorgänger des amtierenden Parteichefs Guido Westerwelle dem Bremer Weser-Kurier. Nach der verlorenen Wahl in Düsseldorf sei die FDP jetzt "gezwungen uns zu überlegen, wie es dazu gekommen ist und was wir besser machen sollten", so Gerhardt. Der Vorstandsvorsitzende der liberalen Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit betonte jedoch, sowohl an den Steuerplänen als auch an der Einführung einer Gesundheitspauschale generell festhalten zu wollen. Wichtig sei aber, das sich die FDP nicht nur auf diese Themen reduzieren lasse. Zu den Koalitionsgesprächen in Nordrhein-Westfalen zwischen SPD und CDU und der Absage der FDP an eine Ampel sagte Gerhardt: "Die FDP darf nicht einfach den Eindruck erwecken, als würde sie jemandem hinterherlaufen." Mit SPD und Grünen seien viele Ziele der FDP nicht umzusetzen. Gerhardt betonte, dass es die Berechenbarkeit der Liberalen sei, die ihnen beim Wähler einen großen Vertrauensbonus eingebracht habe. "Wir sollten das nicht durch Koalitionsspielereien zerstören."

(Textquelle: Weser-Kurier aus Bremen)

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