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Kuratoriumsmitglied Dr. Hans D. Barbier würdigt Dr. Otto Graf Lambsdorff

Potsdam, 08.02.2007 - Der 80. Geburtstag von Otto Graf Lambsdorff war für Hans D. Barbier Anlass seiner Würdigung "Freiheit bleibt ein sperriges Gut" bei einer Ausstellungseröffnung im Truman-Haus Potsdam, der Geschäftsstelle der Friedrich-Naumann-Stiftung (FNSt). In seiner Würdigung griff Dr. Hans D. Barbier, Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Liberales Netzwerk, das Motto der Ausstellung auf:  "Der Freiheit verpflichtet", so wandte sich Barbier an den Jubilar, sei untertrieben, Otto Graf Lambsdorff habe die Freiheit promoviert und dies nicht nur als die herausragende Gestalt unter den deutschen Wirtschaftsministern.

Hans D. Barbier bezeichnete es als Glück, in Freiheit leben zu dürfen. Es lohne sich auch, an die Freiheit zu glauben, führte er weiter aus und zog eine Analogie zur Pascal´schen Wette. Pascal habe argumentiert, es sei stets eine bessere Wette, an Gott zu glauben, weil der Erwartungswert des Gewinns, der durch den Glauben an Gott erreicht werden könnte, stets größer sei als der Erwartungswert im Falle des Unglaubens. Die These sei zwar kein Argument für die Existenz Gottes, aber eines für den Glauben an Gott. Genau so verhalte es sich auch mit dem Glauben an die Freiheit.

Barbier, Kuratoriumsmitglied der Stiftung Liberales Netzwerk und auch Vorstandsvorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung, würdigte Otto Graf Lambsdorff als einen Liberalen in der Tradition Ludwig Erhards, dessen Deutung des Sozialen sich ökonomisch und ethisch auf das Freiheitspathos von Adam Smith beruft und der - auch im Widerstand zur Lobby der deutschen Schwerindustrie, zu Konrad Adenauer und zu Teilen der CDU - stets für den Wettbewerb gefochten habe. Das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen - in Kurzform: das Kartellgesetz - sei die Frucht dieses Kampfes gewesen. Der Erfolg der Bundesrepublik Deutschland beruhe auf Freiheit und Wettbewerb, auch dem Wettbewerb der Ideen. Viele Antworten der Politik auf die Herausforderungen einer globalisierten Welt seien inadäquate Modelle, dies sei aber eine Frucht des Kollektivismus und nicht der Freiheit. Freiheit sei kein Irrtum, sondern Wurzel des Wettbewerbs und der wiederum Wurzel des Wohlstands. Und diese Erkenntnisse hinderten sicher nicht, auch solidarisch zu sein.

Bei der Ausstellungseröffnung sprach auch Dr. Wolfgang Gerhardt (Vorstandvorsitzender FNSt) ganz im Sinne von Otto Graf Lambsdorff forderte Gerhardt dazu auf, das Thema Freiheit stärker zuzuspitzen: In Deutschland müsse immer noch um eine wirkliche kulturelle Verankerung des Freiheitsbegriffes gekämpft werden.

"Freiheit ist etwas Wunderschönes" - mit dieser Erklärung leitete Otto Graf Lambsdorff seine Dankesworte ein. Er lasse sich nicht einreden, sein Leben sei vorherbestimmt und forderte dazu auf, Freiheit in allen Lebensbereichen durchzusetzen, auch wenn dies nicht immer leicht sei. So beschäftige sich der Deutsche Bundestag inzwischen zu 84 Prozent mit Vorhaben, die ihren Ausgangspunkt in der EU hätten - es sei schwierig genug, unter diesen Bedingungen noch spontanes und originäres im Parlament zu bewerkstelligen. Dennoch könne dies gelingen, etwa bei der Föderalismusreform.

"Die Freiheit des Einzelnen ist unsere Meßlatte, mit der wir Maß nehmen bei jedem auftauchenden politischen Problem und bei jeder gesetzlichen Maßnahme". Dieses Ziatat Dr. Otto Graf Lambsdorffs aus dem Jahr 1998 ist auch heute aktuell. Als Politiker für die Freiheit prägt Otto Graf Lambsdorff bis heute das freiheitliche Wertebild unserer Gesellschaft.

Text: Boris Eichler
Fotos: Tina Merkau

Hintergrundinformationen

http://www.ludwig-erhard-stiftung.de/
http://www.bundestag.de/mdb/mdb13/bio/L/lambsot0.html
http://www.fnst.org/webcom/show_article.php/_c-449/_nr-793/_p-1/i.html?PHPSESSID=580879dd77adbd1aa82cabc8d0914084

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